Donnerstag, 04. April 2069 – Essenszeit
[ Episode 015 “Ksavvers Heißhunger auf Pizza” ]
Als Ksavver seinen Flitzer zu Hause in die Garage fuhr, war sein Knurren im Magen fast lauter als der Power-Motor seines Sportwagens, den er auch deswegen ja so liebte, weil man ihn unhörbar dermaßen aufdrehen konnte. Wahlweise, also, wenn er wollte, konnte er auch das Soundmodul aktivieren und dann röhrte der Flitzer für alle hörbar wie ein absolut krasses Straßenteil für ‘Rennwagen erster Kajüte’ und so zog man schon Sound mäßig alle Blicke auf sich – wenn man dies denn wollte!
Über die Garage, deren automatisches Tor das Ksavver-Auto, besser den passiven Transponder darin, schon kannte und sich deshalb selbstständig öffnete, sobald er in die Reichweite des Tores kam. Natürlich checkte das System selbstständig, ob er näher kam oder nur auf der Zufahrt zur Garage stehen bleiben wollte, dann blieb das Tor zu, was auch für den Wagen seiner Frau zutreffend war. In jedem Fall schloss sich das Tor nach der Einfahrt auch wieder. Dieses war fast der bequemste Zugang zum Luxus-Bungalow, denn über die Garage, war er dann schon drin.
Für ihn war dieser Luxus durch das neuste MOSH-Smart-Home schon in so kurzer Zeit Normalität geworden. Er wünschte sich nichts anderes und wollte das alles genau so haben. Das war sein Style!
Er hatte sich auch daran gewöhnt, dass alles ganz nach seinen Wünschen, Vorstellungen und nach seinen ganz persönlichen Bedürfnissen gemacht und getan wurde – ohne wenn und aber. Vielleicht mal technische Tipps, wie es noch krasser sein könnte, die waren ihm grundsätzlich schon sehr willkommen! Ansonsten duldete er eher keine Widerrede. Wollte es sich jemand nicht mit ihm verscherzen, tat er gut daran, sich an diese, seine Eigenart zu gewöhnen, indem er sie sich zu Herzen nahm.
Damit ist dann auch alles genau so, wie er es wollte und basta!
Drin in der eigenen ‘Hütte’ lauschte er erst einmal in die Hütte hinein. Weil, er war ja auch schon ein ‘von Tapcy gebranntes Kind’. Es war ja noch nicht lange her – also gestern erst – sicher ist sehr viel passiert seither, das stimmt schon, aber vergessen hatte er es nun wirklich noch nicht, diesen Schock. Als er das letzte Mal heimkam und sie spinnend und piepend durch die Flure und Zimmer sauste, war er total schockiert!
Dieses Gefühl war noch recht lebendig und vertraut in ihm hängen geblieben. Würde man es mit einer frisch gekochten Mahlzeit vergleichen, bräuchte es vielleicht nur mal das kräftige Durchlüften danach, um sich vom Geruch des Kochens befreien zu können.
Nun jedenfalls war er nur erstaunt – nein fast schon verstört, denn:
Heute war es absolut ruhig!
Davon beruhigt, trat er mutig in die große und geräumige Wohnküche weiter ein und da sah er sie. Tapcy ‘stand’ oder besser gesagt, sie schwebte ganz ruhig auf einer Stelle über den Bodenfliesen der Küche auf ihrer Wolke – selig!
Das sah ein bisschen akrobatisch aber noch mehr fast anmutig aus, dieses Schweben. Obwohl, es hatte auch wieder etwas beunruhigendes in sich, wenn er sie so schwebend musterte. Er war sich nicht sicher, da er diese Situation so nicht kannte, fragte er sich, ob er sich nun Sorgen machen musste. Dieses Schweben hatte auch einen Touch von ‘out of order’. Vor allem, dass sie so ganz still war diesmal – ließ ihn schwanken, ob wirklich alles ok wäre oder eben doch nicht?
Als er vorsichtig etwas näher an sie heran trat, konnte er ihr Display leuchten sehen, was ihn wieder beruhigte. So begann er zu lesen, was dort in größeren Lettern einzeilig quer über ihr ganzes Display geschrieben stand:
„Persönliches Cloud Tablet …
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